Haltung und Führung von Hunden

Aufsichtspflicht (HundeG Teil II, § 7)
"Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet werden. Ein Hundehalter darf einen Hund nur solchen Personen überlassen, die die Gewähr dafür bieten, dass sie als Aufsichtspersonen geeignet sind."

Anmerkung zum Schutz von Mensch und Hund
  • Kinder als Aufsichtspersonen:
  • Wie bereits oben (HundeG Teil II, § 7) zwischen den Zeilen zu lesen ist, sind Kinder keine geeigneten Aufsichtspersonen.
  • Kinder unbeaufsichtigt mit Hunden lassen:
  • Es kann sehr riskant ein Kind unbeaufsichtigt mit einem Hund allein zu lassen. Nicht jeder mit dem Schwanz wedelnde Hund ist ein freundlich gestimmter Hund. Drohgebärden werden missverstanden oder nicht ernstgenommen und plötzlich schnappt der Hund zu... - die meissten Beissunfälle geschehen in den eigenen vier Wänden!

    Anleinpflicht (HundeG Teil II, § 8)
    Hunde sind außerhalb des eigenen Grundstücks, in Mehrfamilienhäusern außerhalb der eigenen Wohnung, an einer geeigneten, insbesondere reißfesten Leine zu führen. Auf Grundstücken Dritter dürfen Hunde nur mit Zustimmung des Besitzers Hausrechts ohne Leine geführt werden. Die Aufsichtsperson muss körperlich und geistig in der Lage sein, den Hund sicher an der Leine zu halten.

    Körperliche und "geistige" Fähigkeiten des Hundehalters
  • Körperliche Fähigkeiten:
  • Das Verhältnis des eigenen Körpergewichts zu dem des Hundes sollte angemessen sein: Ein Hundehalter mit einem Eigengewicht von ca. 60 kg wird kaum einen 30 kg schweren Hund halten können, der unerwartet losläuft?! Bei Kindern und Hunden sieht das Verhältnis noch gravierender aus - zum Vorteil des Hundes!
  • "Geistige" Fähigkeiten:
  • Hundehalter können durch eine fachkundige Einweisung in die Leinenführung viel souveräner und sensibeler ihren Hund an der Leine führen - nicht dass plötzlich der Hund die Führung übernimmt...

    Wo kommt es auf die Länge der Leine an? (HundeG Teil II, § 8)
    Ein Hund ist an einer max. zwei Meter langen und reißfesten Leine zu führen, wenn
  • der Hund bereits mehrfach Menschen oder Tiere verfolgt
        anhaltend angebellt oder sie sonst erheblich belästigt hat
  • es sich um eine läufige Hündin handelt
  • der Hund in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, Zonen mit vergleichbarem
        Publikumsverkehr oder auf öffentliche Versammlungen, Aufzüge und
        Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen mitgeführt wird
  • der Hunde in unmittelbarer Nähe von Schulen, Spielplätzen, Kinder- und
        Jugendeinrichtungen mitgeführt wird.

  • Wenn Hunde auf viele fremde Menschen treffen
    Hundehalter sollten aus Rücksicht auf ihren Hund Menschenansammlungen jeder Art meiden. Für den Hund kann das Bewegen zwischen fremden Menschen auf engem Raum der pure Streß sein.

    Befreiung von der Anleinpflicht (HundeG Teil II, § 9)
    Hundehalter werden durch eine erfolgreiche Teilnahme an der Gehorsamsprüfung von der Anleinpflicht befreit. Die Bescheinigung über die Gehorsamsprüfung muss der Hundehalter mit sich führen, wenn er sich mit seinem abgeleinten Hund in der Öffentlichkeit aufhält.

    Darf ich nun auch andere Hunde frei laufen lassen?
    Die Befreiung von der Anleinpflicht gilt nur für einen bestimmten Hund und die Person, die mit diesem Hund an der Gehorsamsprüfung teilgenommen hat.

    Der Hundeführer hat sicherzustellen, dass der Hund von Spielplätzen und -flächen, als Liegewiesen genutzten Rasenflächen, Blumenbeeten, Unterholz, Uferzonen und Biotopen ferngehalten wird. Das Anleinen von Hunden bei Menschenansammlungen, siehe weiter oben, gilt uneingeschränkt weiter.

    Fragen oder Anregungen werden gerne per Email entgegengenommen.
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